Heute schreiben unsere SchülerInnen die Mathe- und Englischprüfungen …

Die SchülerInnen aus unseren RealNice Kursen schreiben die Prüfung im Fach Mathe. Die HauptschülerInnen schreiben Englisch und unsere Schülerin mit dem weitesten Weg (Natalie aus Dreieich) schreibt ihr Fachabi in Mathe.

Wir drücken für alle ganz fest die Daumen, wünschen alles Gute und viel Erfolg!

 

 

Was leistet die Institutionelle Nachhilfe – von Dr. Cornelia Sussieck

Individuelle Förderung

Alle Nachhilfeinstitute, die Mitglied im Bundesverband Nachhilfe- und Nachmittagsschulen (VNN) sind, garantieren hohe Qualitätsstandards. Dies gibt den Eltern und Schülern Orientierung und Sicherheit. Egal ob Sie Nachhilfe in der Kleingruppe oder Einzelunterricht suchen, alle Mitglieder garantieren individuelle Förderung eines jeden Schülers.

Gezielt gefördert: Kleingruppen und Einzelunterricht.

Vor Beginn der individuellen Förderung wird eine Analyse des Lern- und Leistungsstands des Schülers vorgenommen. Von dieser Diagnose wird der Förderbedarf abgeleitet. Qualifizierte und kompetente Nachhilfelehrer gehen dabei individuell auf die Schwierigkeiten des einzelnen Schülers ein und entwickeln einen detaillierten Förderplan zur Aufarbeitung der Wissenslücken.

Lerntechniken: So wird das Lernen gelernt!

Die Lehrkräfte werden vom Institut ausgesucht und regelmäßig fortgebildet. Besonderen Wert legen wir neben der Fachkompetenz auf Erfahrung im Umgang mit Kindern und Jugendlichen sowie einen „sich kümmernden, fürsorglichen“ Charakter und Einfühlungsvermögen.

Durch die individuelle Förderung bei einem privaten Bildungsdienstleister haben die Schüler wieder mehr Interesse am Schulstoff und sind motivierter. Sie werden mit Lerntechniken und Arbeitsweisen vertraut gemacht und so zum selbstständigen Arbeiten befähigt. Mehrere Studien zeigen, dass Nachhilfe die Schulangst verringert und das Selbstbewusstsein der Schülerinnen und Schüler stärkt.

Im Gegensatz zur nachbarschaftlich organisierten Nachhilfe bietet die institutionelle Nachhilfe Transparenz, Kompetenz in der Stoffvermittlung und Zuverlässigkeit. Interessierte Schüler können eine Probestunde vereinbaren und Eltern können sich die Arbeit der Nachhilfelehrer ansehen. In der Institutsleitung und in den Lehrern finden die Eltern immer am Fortkommen der Kinder und Jugendlichen interessierte Gesprächspartner: Regelmäßige Elterngespräche und der Austausch mit dem Lehrer der öffentlichen Schule sind für die Mitglieder des VNN genauso selbstverständlich wie regelmäßiger und zuverlässiger Unterricht. Die Institute garantieren die Förderung auch in der Urlaubszeit oder für den Fall, dass ein Lehrer einmal krank ist.

Premiere 2009: Erstmals gibt es einen bundesweiten Tag der individuellen Förderung.

Dr. Cornelia Sussieck, Amtierende Vorsitzende
Bundesverband Nachhilfe- und Nachmittagsschulen e. V.

Das bieten Ihnen die Nachhilfeschulen des VNN:

  • Orientierung und Sicherheit durch hohe Qualitätsstandards
  • Gezielte Förderung in Klein- gruppen oder im Einzelunterricht
  • Analyse des individuellen Lern- und Leistungsstandes zur Ermittlung des Förderbedarfs
  • Erarbeitung eines detaillierten, individuellen Förderplans
  • Vermittlung von Lerntechniken und -methoden, um das gezielte Lernen zu erlernen
  • Umsetzung durch qualifizierte Lehrkräfte, die Ihr Kind fürsorglich und einfühlsam begleiten u Regelmäßige Elterngespräche und Austausch mit den Klassenlehrern Ihres Kindes

Wissenserwerb mit Methode – vom VNN (Bundesverband der Nachhilfe- und Nachmittagsschulen e.V.)

Methodenkompetenz und Arbeitstechniken

Der Wissenserwerb steht längst nicht mehr allein im Mittelpunkt der Bildungsziele. Gefragt sind Methodenkompetenz und Arbeitstechniken, die Schülerinnen und Schüler benötigen, um ihr Wissen selbstständig zu erwerben, zu verarbeiten und weiterzugeben. Informationsrecherche, -auswahl und -bewertung, Umgang mit elektronischen Medien und Hilfsmitteln, Entwurf und Vortrag von Referaten, Projektarbeit im Team – alles Anforderungen, die auf Studium und Beruf vorbereiten.

Methodenkompetenz und die Kenntnis der wesentlichen Arbeitstechniken bilden heute zentrale Bildungsziele.

Typisch für diese Tätigkeiten ist, dass sie vorwiegend außerhalb des Unterrichts stattfinden. Eltern stehen damit vor der Herausforderung, ihren Kindern nicht nur bei Hausaufgaben und Klassenarbeiten zu helfen, sondern sie gleichzeitig beim Erlernen und Anwenden von Arbeitstechniken zu fördern. Keine leichte Aufgabe, denn die individuellen Voraussetzungen und der Unterstützungsbedarf können sehr unterschiedlich sein. Wo der eine Schüler keine Probleme hat, geeignetes Material zu finden, verirrt sich der andere im Informationsdschungel des Internets. Auch die Auswahl und Strukturierung von Informationen oder die geeignete Darstellung können Schwierigkeiten bereiten und benötigen Erfahrung.

Fördern bedeutet in erster Linie, dass die Eltern die richtige Arbeitsumgebung und die geeigneten Hilfsmittel, sozusagen die Infrastruktur für die erfolgreiche Bewältigung der methodischen Aufgaben, bereitstellen. Dazu gehört neben dem eigenen Schreibtisch und dem Computer die sinnvolle und greifbare Ausstattung mit Medien, sei es im Buchregal, auf CD-ROM oder via Online-Zugang. Denn Medienkompetenz erwerben Schülerinnen und Schüler nur im täglichen Umgang mit diesen Handwerkszeugen.

Eltern unterstützen diesen Prozess, indem sie ihren Kindern helfen, die richtigen Quellen zu erschließen. Das lehrplanbezogene Fachlexikon für Schüler ist sicher geeigneter als ein beliebiges Nachschlagewerk für Erwachsene. Lesezeichen für die Schülerseiten seriöser Internetportale führen schneller zu brauchbaren Informationen als die ungeprüften Ergebnislisten einer Suchmaschine.

Der Dudenverlag bietet deshalb schon lange Wissensangebote und methodische Unterstützung in Form von Medien, die Schülerinnen und Schüler nutzen. Dazu gehören umfangreiche Nachschlagereihen in Buchform wie „Schülerduden“ und „Basiswissen Schule“ genauso wie das kostenlose Informationsportal „www.schuelerlexikon.de“ mit über 200.000 Suchwörtern und 10.000 Themenbeiträgen.

Als methodisch ausgerichtete Software sei der „Schülerduden Referatemanager“ genannt. Dieser stellt für die wichtigsten Schulfächer nicht nur Referenzmaterial zu typischen Referatsthemen bereit, sondern begleitet den Schüler darüber hinaus Schritt für Schritt bei der Erstellung seines Referats. Von der Gliederung des Referats über die Textbearbeitung mit dem integrierten Editor bis zum Export in unterschiedliche Präsentationsformate vermittelt der Softwareassistent sowohl praktische Hilfe als auch methodische Anleitung.

Fachlexika und Software sind wichtige Hilfsmittel zum selbstständigen Lernen.

Entscheidend ist, dass Schülerinnen und Schüler verschiedene fachliche, methodische und mediale Hilfsmittel erproben können und eigene Erfahrungen sammeln, was ihnen in welcher Arbeitssituation die größte Hilfe bietet. Dann ist der wichtigste Schritt auf dem Weg zum selbstverantwortlichen Lernen schon getan. Martin Bergmann Methodenkompetenz und die Kenntnis der wesentlichen Arbeitstechniken bilden heute zentrale Bildungsziele. Wissenserwerb mit Methode Fachlexika und Software sind wichtige Hilfsmittel zum selbstständigen Lernen.

Medienkompetenz und die sichere Beherrschung unterschiedlicher Arbeitstechniken bilden die Basis für erfolgreiches Wissensmanagement in Schule und Beruf.

Lernhilfen zum Selbstlernen II – von Hans Schmalacker

Lernen mit Büchern

Ergänzendes Üben mit Lernhilfen am Nachmittag hat dann einen Sinn, wenn Kinder dies selbst auch wollen und motiviert bei der Sache sind. Lernhilfen in Buchform eignen sich, wenn Ihr Kind damit selbstständig und gezielt arbeiten kann und zusätzlich Übung erhält.

Eine Lernhilfe sollte übersichtlich und ansprechend gestaltet sein, damit die Lust am Arbeiten angeregt wird. Die Erklärungen müssen anschaulich und verständlich sein. Optimal ist es, wenn in Musteraufgaben Schritt für Schritt erläutert wird, wie die Lösung einer Aufgabe erfolgt. Für die Lernerfolgskontrolle ist ein herausnehmbares Lösungsheft wichtig. Günstig ist es außerdem, wenn die einzelnen Themengebiete unabhängig voneinander dargestellt werden, so dass Wissensdefizite auch gezielt angegangen werden können.

Ganz wichtig: Ihr Kind sollte beim Kauf mitbestimmen, denn schließlich arbeitet es mit der Lernhilfe. Lernhilfen sind kein Allheilmittel bei Lernproblemen. Sie können aber dabei behilflich sein, dass Kinder wieder zu Erfolgserlebnissen kommen und das Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit gestärkt wird.

Ein weiteres wichtiges Argument spricht für Lernhilfen: Mit Preisen zwischen 5 und 13 Euro sind sie absolut erschwinglich.

Ihr Kind sollte beim Kauf einer Lernhilfe mitbestimmen!

Hans Schmalacker, Redaktionsleiter

  • Lernhilfen sind geeignet, wenn ein Kind damit gezielt selbstständig arbeiten kann
  • Lernhilfen schaffen Erfolgs- erlebnisse
  • Lernhilfen sind eine preis- werte Förderung

Lernhilfen zum Selbstlernen I – von Dorothee Raab

Gute Lernhilfen im Grundschulbereich erkennen

Nur Kinder, die Erfolgserlebnisse haben, können Lust und Ausdauer beim Lernen und Üben entwickeln, ihr Selbstvertrauen und ihre Selbstständigkeit bei der Arbeit stärken und ihre Leistungen steigern. Bei der Auswahl der richtigen Lernhilfe sollten verschiedene Kriterien berücksichtigt werden. Eine gute Lernhilfe muss auf das Alter, den Wissensstand des Kindes und auf die Lehrplananforderungen abgestimmt sein. Auch bestimmte lernpsychologische Kriterien spielen eine Rolle, damit die Erfolgserlebnisse überwiegen.

Lernhilfen müssen auf Alter, Wissensstand und Lehrplan abgestimmt sein.

Der Stoff sollte in kleinen Lernschritten vermittelt werden. Die Arbeits- und Übungsanleitungen sind leicht verständlich. Eine anschauliche und übersichtliche Seitengestaltung erleichtert Kindern den Zugang zu den Aufgaben und hilft ihnen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Die Illustrationen lassen viel Platz für eigene Aktivitäten, sie fordern die Kinder auf, mit- und weiterzumachen, um am Ende ein von ihnen selbst fertig gestelltes Produkt stolz präsentieren zu können.

Problematisch sind Aufgaben, die lernschwache Kinder noch zusätzlich verunsichern, zum Beispiel Multiple-Choice-Aufgaben mit falschen Lösungen oder das Gegenüberstellen ähnlich klingender Laute beziehungsweise ähnlich aussehender Buchstaben im Fach Deutsch. Wichtig ist eine langsame Steigerung des Anforderungsniveaus vom Einfachen zum Schwierigen, weil Kinder durch Überforderung leicht die Motivation verlieren können. Die Erfahrung zeigt, dass Kinder durchaus etwas leisten wollen, aber von langen „Einbettungsgeschichten“ nur abgelenkt werden. Klare Aufgabenstellungen sowie kleine, abwechslungsreiche Lerneinheiten sorgen für Erfolgserlebnisse und erhöhen die Lernfreude.

Eine systematische Gliederung, die kleine Lernschritte, Abwechslung und klare Aufgabenstellungen bietet, schafft Erfolgserlebnisse.

Dorothee Raab

Das Hertha-Projekt: Der vierte Tag

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Auch am 4. Tag sitzen die Hertha noch dicht gedrängt im Stall

Mittlerweile haben sich die Herthas an ihre neue Umgebung gewöhnt. Zwei von ihnen quetschen sich mit den “alten” Hühnern auf die Stange – die drei anderen schlafen am Boden im Einstreu. Doch so richtig mit den anderen, den alteingesessenen Hühnern, möchten sie noch nicht draußen herumlaufen. Vielleicht ist es dafür auch einfach zu kalt und zu ungemütlich.

Fütterung

Bisher haben die Legehybriden ausschließlich Hochleistungsfutter in Form von Legemehl erhalten. Das Legemehl fördert die Eierproduktion – und überfordert damit auch den Organismus unserer kleinen Herthas. Schon nach wenigen Jahren sind die Hybriden aufgebraucht, verbraucht. Das Legemehl enthält natürlich auch Soja- und Maissaaten – und die stammen überwiegend aus einer gentechnisch veränderten Produktion.

Legemehl vs. Körnermischung

Die "Großen" am Futterautomaten
Die “Großen” am Futterautomaten

Wir füttern normalerweise Pellets mit ausgewogenen Inhaltsstoffen, gentechnikfrei. Die Besonderheit: Es sind dem Futter Kräuter beigemengt, die dem Huhn einen Schutz gegen die rote Vogelmilbe bieten. Ähnlich einem Menschen, der reichlich Knoblauch gegessen hat, so nehmen die Hühner dieses Futter mit dem Kräuterzusatz auf und nehmen einen Eigengeruch an, der die rote Vogelmilbe abschreckt.

In den ersten Tagen haben wir auf ein Mehl mit den gleichen Eigenschaften umgestellt. Auch schon mit einem niedrigeren Proteingehalt, aber halt in Mehlform um den Neuzugängen die Aufnahme zu erleichtern.

Gleichzeitig haben wir Muschelkalk angeboten, um die Calciumversorgung zu verbessern. Erstens schützen wir damit die Knochen unserer kleinen Herthas, und zweitens geht die Eierschale nicht so schnell kaputt. Instinktiv wissen die Herthas, was ihnen gut tut und haben sich auf die kleinen Muschelstückchen gestürzt.

Kalk für Knochen und Eierschalen

Doch wenn die Herthas die harten Muschelblättchen schlucken können, können sie auch Körnerfutter vertragen. Also haben wir das Legemehl erstmal wieder in die Ecke gestellt und unsere ganze Hühnerschar auf Körner umgestellt. Das nimmt den Legedruck von den Hybriden, sie werden in ein paar Tagen nicht mehr jeweils ein Ei täglöich, sondern vielleicht ein Ei alle zwei Tage legen.

Die Herthas entwickeln sich

Geht es den Herthas besser?
Geht es den Herthas besser?

Ob wir uns an den Anblick gewöhnen, oder ob es unseren Herthas tatsächlich schon besser geht? Wir können es nicht sagen. Erbarmungswürdig sehen die kleinen Körper immer noch aus. Wir nehmen auch Einzelheiten wahr: Die überlangen Krallen (die sich in Massentierhaltung nicht abnutzen können) zum Beispiel, oder die tiefen, kaum verschorften Pickwunden am Rumpf. Muskeln haben die Herthas kaum.

Der Versuch, die Krallen zu schneiden, haben wir schnell abgebrochen und auf die Zeit nach dem Urlaub verschoben. Kaum nehmen wir eine Hertha noch und setzen sie wieder ab, beginnt sie zu torkeln und kann nicht mehr gerade gehen. Der Kreislauf verträgt die Aufregung noch nicht. Das wird der Grund sein, warum die Herthas auch noch nicht draußen herumlaufen.

Für uns geht es jetzt erstmal in Urlaub. Drei Wochen lassen wir unsere Hühnerschar in guter nachbarschaftlicher Obhut. Ende April berichten wir weiter.

 

Das Hertha-Projekt: Der erste Tag – Teil 2

Im Laufe des Nachmittages legt eine unserer Herthas noch ein Ei. Insgesamt sind es fünf Herthas und fünf Eier. Doch wie schon in den Artikeln vorher erwähnt: Nach 14 bis 15 Monaten lässt die Legeleistung der Hybriden, also auch unserer Herthas, nach und ist für die gewerbliche Eierproduktion nicht mehr wirtschaftlich genug. “Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann jetzt gehen!” Doch das nur am Rande.

Erste Ausgehversuche von Kundschafter-Hertha

Kundschafter-Hertha on Tour
Kundschafter-Hertha on Tour

Die Kundschafter-Hertha ist tagsüber mehrfach im Garten spazieren gewesen. Interessant zu beobachten, wie die anderen Hennen ihr ausweichen. Als ob sie Angst vor diesem dürren Gerippe mit buntem Mäntelchen hätten. Nur die Hähne, beides richtig schwere Brummer mit rund fünf Kilo Lebendgewicht, interessieren sich für die kleine Henne. Auch sie können nicht anders und müssen gleich beweisen, wer der Chef im Ring ist.

So sieht ein stolzer Mechelner-Hahn aus
So sieht ein stolzer Mechelner-Hahn aus

Vor Caruso, unserem Sundheimer-Hahn, kann sich Hertha noch in Sicherheit bringen. So langsam, wie gestern nach der Ankunft, ist sie gar nicht mehr. Doch wenig später versucht es der Mechelner-Hahn – und schafft es beinahe, sie zu treten. Da jedoch der ältere Sundheimer immer noch das Sagen in unserem Garten hat, muss er wieder von der Kleinen ablassen. Hertha hat jetzt erstmal genug, flüchtet in den Stall und schaut erst am Nachmittag wieder heraus. Kaum ist sie im Freilauf, läuft sie unserem Caruso über den Weg und wird heftig getreten. Zufällig können wir das aus dem Fenster beobachten und haben richtig Angst um die Kleine. Unnötig, wie sich kurze Zeit später zeigt. Der Hahn lässt von ihr ab, sie schüttelt sich genau wie die anderen, und setzt ihren Weg neugierig fort. Hölchstwahrscheinlich ist auch das wieder ein Erlebnis für Hertha, das sie zum ersten Mal hat. Macht nichts, wir können unsere Herthas sowieso nicht den ganzen Tag vor der Natur schützen. Und “kaputt” gehen die Kleinen sowieso nicht so schnell.

Klare Rangordnung erleichtern das Leben im Hühnerstall

Verletzungen, ein anderes Thema. Im Moment klappt es mit unserer Hühnerschar sehr gut, selbst die zwei Hähne respektieren sich gegenseitig und hacken sich nicht blutig. Das kann sich mit den fünf Neuankömmlingen bald ändern.

Sundheimer (links) und Mechelner (rechts)
Sundheimer (links) und Mechelner (rechts)

Hühner haben ein festes, soziales Gefüge. Es gibt eine klare, selbst für uns außenstehenden Menschen zu erkennende, Rangordnung. Unser Sundheimerhahn Caruso ist der ältere und erfahrenere Hahn – und macht das auch deutlich. Auch wenn der halbstarke Mechelner es gelegentlich versucht, Caruso hat das Sagen. Die Hennen akzeptieren den Mechelner nicht automatisch. Während die Mechelner-Hennen sich von beiden Hähnen treten lassen, sind die Marans- und Sundheimer-Hennen auf Caruso fixiert. Die Marans-Hennen hacken sogar böse nach dem Mechelner, die Sundheimer werden von ihm ganz in Ruhe gelassen.

Auch die Hennen habe eine klare Rang- und, im wahrsten Sinne des Wortes, Hackordnung. Bei den drei Sundheimern ist das gut zu erkennen. Eine von ihnen ist etwas dünner, nicht ganz so wohlgenährt. Sie wird von allen anderen Hennen “gemobbt”, ist ganz unten in der Hierarchie. Es scheint auch so, als ob die Marans langsam aber sicher das Kommando übernehmen. Dabei sind sie kaum älter als die Mechelner und ein Jahr jünger als die Sundheimer.

Die Neuankömmlinge im Stall
Die Neuankömmlinge im Stall

Natürlich muss die Rangordnung festgelegt werden. Dies geschieht teilweise sogar mit Kämpfen untereinander, die durchaus blutig ausgehen können. Der Mensch sollte nicht eingreifen – es sei denn, es kommt zu schwerwiegenden Verletzungen. Wir lassen der Natur ihren Lauf und sind gespannt, wie die Integration der Herthas wohl ablaufen wird. Zur Zeit ist es noch so, dass die Hennen den Neuankömmlingen ausweichen. Doch wie es mit dem Futter und den besten Plätzen auf der Stange wird, wissen wir jetzt noch nicht.

Fütterung der Herthas

Legehybriden müssen Eier legen, ob sie wollen oder nicht
Legehybriden müssen Eier legen, ob sie wollen oder nicht

Wir haben schon ein paar Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Zum Beispiel die Fütterung von einmal täglich am Abend rund 120 Gramm pro Huhn auf permanent verfügbar umgestellt. Das nimmt den abendlichen Stress des Futterkampfes heraus und die Wahrscheinlichkeit ist recht hoch, dass die Herthas auch noch genügend abbekommen. Wie schon erwähnt haben wir auch auf Legemehl umgestellt, damit die Nahrungsaufnahme auch mit kupierten Schnäbeln möglich ist. Glücklicherweise sind unsere Herthas nicht kupiert, wir fangen ab morgen damit an, die Fütterung langsam auf Körner umzustellen. Körner haben den Vorteil, dass der Legedruck bei den Hybriden geringer wird. Wir brauchen keine 10 Eier am Tag durch hochproteinhaltiges Futter – und die Hennen auch nicht. Die Umstellung muss nur langsam erfolgen, eine zu schnelle Umgewöhnung schadet den Organen.

Weiterlesen am 16. April …

 

Vorlesen – von Heinrich Kreibich

Eine alltägliche Sache, die buchstäblich Wunder wirkt …

Fast alle Eltern finden es „irgendwie“ gut – aber viel zu wenige praktizieren es: das Vorlesen. Dabei gibt es kaum eine andere gemeinsame Beschäftigung in der Familie, die den Kindern so viel mit auf den Weg gibt wie eine Vorlesestunde. Denn Vorlesen schult nicht nur das Sprachvermögen, es weckt die Neugier auf Geschichten und stärkt die Motivation, sich der anspruchsvollen Aufgabe des Lesenlernens zu stellen. Und darüber hinaus vermittelt die gemütliche Vorleseatmosphäre viel Geborgenheit: etwas, von dem Kinder nicht genug bekommen können.

Das tägliche „Vorleseritual“ bedeutet Geborgenheit, Zuwendung und intellektuellen Anreiz.

Die stille, beschauliche Atmosphäre einer Vorlesestunde steht in scheinbarem Widerspruch zum quirligen Familienalltag. Es lohnt sich dennoch, ein allabendliches „Vorleseritual“ einzuplanen: Denn zum einen ist so ein Ritual schneller und einfacher in den Tagesablauf integriert, als viele befürchten. Und zum anderen profitieren die Kinder sehr von dieser irgendwann alltäglichen und dennoch stets ganz besonderen Zuwendung. Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wird, lernen besser und sind selbstbewusster in Bezug auf ihre intellektuellen Leistungen. Und die meisten Eltern stellen schnell fest: Vorlesen macht nicht nur den Kleinen Spaß – sondern auch den Großen.

Für eine gelungene Vorlesestunde muss man kein ausgebildeter Schauspieler oder Synchronsprecher sein: Es reicht aus, die Texte mit Freude vorzutragen. Besonders schön ist es, wenn Sie den Nachwuchs das Leseprogramm bestimmen lassen. Wundern Sie sich nicht, wenn hier immer wieder das gleiche Buch vorgeschlagen wird: Kinder brauchen das beruhigende Gefühl, „immer das Gleiche“ präsentiert zu bekommen. Es hilft ihnen, Gefühle oder Gedankenzusammenhänge zu verarbeiten.

Natürlich sollten Sie jedoch auch Ihren Geschmack nicht völlig verleugnen. Denn lustloses „Herunterleiern“ hilft niemandem.

Ganz besonders wichtig ist es, die Texte nicht einfach auf sich beruhen zu lassen, sondern mit den Kindern ins Gespräch zu kommen: Oft springen die Gedanken der Kinder von den Erlebnissen der Geschichtenhelden zu ihren eigenen Erfahrungen in Kindergarten oder Schule. Hier kann man auf einmal ein außergewöhnlich schönes Erlebnis noch einmal Revue passieren lassen – oder einen Streit auf spielerische Weise analysieren. Auf diese Weise lernt Ihr Kind viele soziale Strategien, die ihm helfen, sich in Gruppenprozessen zu bewähren.

Als Vorlesestoff kommen übrigens nicht nur klassische Vorlesegeschichten in Frage, sondern auch Sachbücher. Sie werden bei Kindern immer beliebter – vielleicht weil viele von ihnen grafisch ausgesprochen faszinierend sind. Leider lesen in Deutschland 42 Prozent der Eltern von Kindern im „besten Vorlesealter“ – also bis einschließlich der Grundschulzeit – nur selten oder gar nicht vor. Mit vielen Projekten möchte daher die „Stiftung Lesen“ eine lebendige Vorlesekultur schaffen. Unser Anliegen: Wir möchten in Zusammenarbeit mit Schulen, Bibliotheken und Kindergärten bzw. Kindertagesstätten immer wieder Vorleseanlässe schaffen. Und vor allem den wichtigsten Vorleseort ins rechte Licht rücken: das heimische Sofa. Hier kann im Rahmen regelmäßiger Vorlesestunden so viel für die kindliche Entwicklung getan werden wie im Klassenzimmer. Mindestens.

Über das Vorlesen kommen Eltern mit ihren Kindern ins Gespräch: Soziale Kompetenzen werden gestärkt.

Heinrich Kreibich

Fazit: Vorlesen stärkt das Lernvermögen und das intellektuelle Selbstbewusstsein Ihres Kindes.

Das Hertha-Projekt: Der erste Tag – Teil 1

Die mutigsten Herthas haben die Nacht auf der Stange verbracht
Die mutigsten Herthas haben die Nacht auf der Stange verbracht

Wir sind immer noch betroffen vom Zustand unserer Neuankömmlinge. Es beschäftigt uns und ist immer wieder Thema in Gesprächen. Wir posten bei Facebook, schreiben SMS und WhatsApp, erzählen es Freunden und Bekannten am Telefon und bei persönlichen Begegnungen. Dabei wissen wir aber ganz genau, dass unseren Gesprächspartnern die Vorstellungskraft fehlt. Wir haben es ja auch zur Kenntnis genommen, haben uns pflichtgemäß betroffen gezeigt und über die Eierfabriken empört – und ertappen uns dann doch wieder beim Kauf der Geflügelwurst und der Hähnchenbrustfilets. Oder des Eiersalates einer Metzgerei in Weilmünster, der doch so gut schmeckt. Wir haben das Gefühl, unserer Gesprächspartner verstehen uns nicht – bei allem gezeigten Verständnis. Wir laden ein: “Schaut euch die armen Viecher doch einmal an!” Aber so richtig angenommen wird die Einladung nicht. Hätten wir doch auch nicht getan. Wir lassen uns nicht gerne mit den Folgen unserer eigenen Gedankenlosigkeit konfrontieren.

Integration beginnt automatisch

Doch es gibt auch Lichtblicke. Die beiden Herthas, die gestern Abend  auf die Stange geflattert sind, sitzen da am Morgen noch immer. Fast hätte ich “gesund und munter” geschrieben – aber Sie wissen, was ich meine. Eine von ihnen macht sich später immer wieder auf, den großen Auslauf zu erkunden. Wenn es die Hertha ist, die auch gestern schon unsicher durch den Garten stakste, dann ist sie jetzt viel, viel sicherer geworden.

Trotz Stress: Unsere Herthas müssen Eierlegen, das ist ihre Natur

Vier Eier am Morgen, ein weiteres Ei im Laufe des nachmittags: Hybriden sind zum Eierlegen gezüchtet
Vier Eier am Morgen, ein weiteres Ei im Laufe des nachmittags: Hybriden sind zum Eierlegen gezüchtet

Vier weiße Eier finden sich im Stall. Richtig große Eier, freuen wir uns zunächst. Und dann ziehen wir einen Vergleich zwischen Körpergröße, Gewicht und Eiergröße – und sind schon wieder erschrocken. Natürlich wissen wir, dass Legehybriden wie unsere weißen Herthas und unsere braune Bertha auf Leistung gezüchtet sind. Auf möglichst große und schwere Eier sind sie spezialisiert. Bei Bertha ist das selbstverständlich geworden in den letzten zwei Jahren – bei ihr ist aber auch das Missverhältnis zwischen Körpergröße und -gewicht nicht gar so hoch. Sie sieht eigentlich, besonders nach der letzten Mauser, richtig propper aus.

Wie anders ist das mit unseren Neuankömmlingen. Die Herthas sind klein und dürr, können sich, mit einer Ausnahme, kaum auf den Beinen halten. Sie drängen sich nicht mehr alle fünf um die Wärmelampe, sondern entfernen sich doch ein kleines Stückchen. Aber Eierlegen, selbst nach einem anstrengenden und aufregenden Tag, das haut noch hin. Die im Verhältnis gesehenen Rieseneier aus der Handvoll Huhn wiegen bis zu 71 Gramm. Im Vergleich dazu wiegen die Eier unserer Marans-Hennen (ca. 2,5 bis 3 kg) rund 80 Gramm.

Lebenserwartung von Hühner im Allgemeinen und Legehybriden im Besonderen

Bertha sieht richtig propper aus nach der Mauser
Bertha sieht richtig propper aus nach der Mauser

Das erklärt auch, warum Legehybriden eine so geringe Lebenserwartung haben. Während Haushühner durchaus fünf bis sieben Jahre, in Einzelfällen sogar acht bis neun Jahre alt werden können, sind die für die Eierproduktion gezüchteten Hybriden meist schon nach zwei oder drei Jahren “verbraucht” und sterben wenig später eines natürlichen Todes. Soweit kommt es in der Massentierhaltung natürlich nicht. Über den Kochtopf brauchen wir auch nicht nachzudenken. Unsere Herthas erhalten bei uns noch einen vergleichsweise schönen Platz mit regelmäßigem Futter und frischem Wasser bis an ihr natürliches Lebensende. Nicht nur, dass der Schutzvertrag von “Rettet das Huhn e.V.” das so vorsieht – es ist auch, ganz pragmatisch gedacht, an den armen Geschöpfen nichts dran.

Weiterlesen am 15. April …

 

Versenken Sie Schiffe – von Ralf Ruhl

Mit Spielen lernen

Nein, mein Mathelehrer war nicht erfreut, als er mich mit dem Kästchenblatt unter dem Tisch erwischte. „Lieber Schiffe versenken als Geometrie?“, fragte er resigniert und schüttelte den Kopf. Dabei hätte er jubeln sollen! Denn schließlich beschäftigte ich mich freiwillig mit dem Lokalisieren kleiner Kästen innerhalb des Koordinatensystems – eine Grundvoraussetzung für das Auffinden geometrischer Körper im Raum. Wir sollten ja nicht nur für die Schule, sondern für das Leben lernen. Und immerhin, auf Stadtplänen finde ich mich ganz gut zurecht.

Ich war weder in Mathe noch in Erdkunde gut. Doch durch das Spielen ist mir einiges im Gedächtnis geblieben: Als mein Sohn neulich herausfinden sollte, wie die Hauptstadt von Madagaskar heißt, konnte ich ihm helfen, auf dem Globus Afrikas größte Insel zu entdecken. Späte Nachwirkungen vieler Nachmittage, an denen ich mit meinen Eltern „Weltreise“ gespielt habe.

Spielend lernen: Die intrinsische Motivation der Kinder – der innere Antrieb und das natürliche Interesse – wird durch ein gutes Spiel unterstützt.

Die Welt entdecken und erklären

Kinder sind geborene Weltentdecker. Neugier ist ihr innerer Antrieb, die – wie Pädagogen es nennen – intrinsische Motivation. Selbstvergessen beobachten sie stundenlang Regenwürmer, die auf der feuchten Erde kriechen, zählen sie und erkennen Unterschiede in Länge und Geschwindigkeit. In Kindergarten und Schule lassen sich daran wunderbare Projekte knüpfen. Und sicher kommen Fragen nach anderen Tieren, die bei uns in Wald und Wiese leben. Dieses Interesse lässt sich mit einem guten Spiel unterstützen. Der wesentliche Unterschied zum schulischen Arbeitsblatt: Der Anstoß kommt von den Kindern selbst, ihre innere Motivation bleibt erhalten.

Und nicht nur das: Spiele lassen sich beliebig oft wiederholen. Das ist wichtig, denn Lernen beruht nach Forschungsergebnissen der Neurobiologie auf dem Erkennen von Mustern. Etwa 100 Milliarden Nervenzellen (Neuronen) hat unser Gehirn. Aber diese riesige Masse allein macht nicht schlau, sondern die Verbindungen zwischen den einzelnen Zellen. Jeder Sinneseindruck, jede Information schafft beim Kleinkind neue Verbindungen, sogenannte Synapsen. Aus diesem recht ungeordneten Haufen bilden sich dann breitere oder schmalere Verkehrswege heraus, je nachdem, wie oft sie genutzt werden. Also: Wiederholung macht kompetent!

Man kann nicht zu viel loben!

Pädagogen nennen das „Selbstwirksamkeit“. Das stolze Gesicht, mit dem Basteleien aus dem Kindergarten präsentiert werden, oder die geschwellte Brust, mit der vom gelungenen Torschuss berichtet wird, sagen deutlich: Schau mal, was ich kann! Wenn Ihrem Kind also bei „Scrabble“ ein Wort gelingt, loben Sie eifrig! Denn elterliches Lob ist der beste Preis, den man gewinnen kann. Womit wir beim nächsten wichtigen Punkt sind: Kommunikation. Hat Ihr Kind beim Mathe-Legespiel „Loopit“ eine tolle Kombination geschafft, fragen Sie, wie es darauf gekommen ist. Dadurch wird ihm sein Rechenweg bewusster, es übt sich im Erklären. Und Sie erfahren eine ganze Menge darüber, wie Ihr Kind denkt. Versenken Sie Schiffe!

Elterliches Lob ist der beste Preis, den man gewinnen kann.

Ralf Ruhl

Fazit: Geht man motiviert an die Sache, hat man Erfolg, ist es mit positiven Emotionen verbunden und spricht man darüber – dann geht das Lernen spielend!